Was ist eigentlich ..


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Advent > Advent (lat. adventus = Ankunft) ist im christlichen Festkreis die Vorbereitungszeit auf die Ankunft Christi. Dabei hat „Ankunft“ zweifache Bedeutung: zum einen ist damit die Geburt, die Menschwerdung Gottes gemeint, zum anderen weist der Advent auf das zukünftige Kommen Christi in Herrlichkeit hin. Mit dem ersten Advent beginnt das Kirchenjahr.
Die Dauer des Advents ist bis heute nicht einheitlich. Seit dem Konzil von Trient (1545 – 1563) schreiben die Liturgiebücher den Advent gesamtkirchlich vierwöchig vor. In Mailand wird bis heute an einer sechswöchigen Adventszeit festgehalten. Der erste Advent ist am Sonntag zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Die Adventszeit endet am Heiligen Abend.
Jeder der vier Adventssonntage hat einen eigenen Charakter: 1. Advent: Einzug Jesu in Jerusalem, 2. Advent: Wiederkunft Christi, 3. Advent: Johannes der Täufer (Vorläufer Jesu), 4. Advent; Maria (Mutter Jesu). An jedem Sonntag wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz angezündet.
Ursprünglich war die Adventszeit eine Zeit des Fastens und der Buße. Die violette Farbe der Messgewänder erinnert noch heute daran.
Heute hat sich der Adventskalender durchgesetzt. 24 Türchen mit Bildern, Texten oder Schokolade sollen die Wartezeit bis Weihnachten vor allem für die Kinder verkürzen.

Altar >
Mittelpunkt einer katholischen Kirche
Der Altar ist der Mittelpunkt einer katholischen Kirche. Auf ihn werden Kelch und Schale mit den Gaben von Brot und Wein gestellt, um das Eucharistische Hochgebet darüber zu beten. Im Lauf der Geschichte hat der Altar verschiedene Formen und Gestaltungen gehabt. Ursprünglich nahmen die ersten Christen aus rein praktischen Gründen einen einfachen Tisch, der jeweils für die Eucharistiefeier aufgestellt wurde.
Seit dem 4. Jahrhundert ist dieser Tisch häufig aus Stein und damit unbeweglich. Vom 8. Jahrhundert an weicht die Form des Tisches der des Blockes aus Stein. Später wird dieser Block immer näher an die Wand gerückt und der Altarraum mit Schranken von der Gemeinde abgeschirmt. Häufig bekommt der Altar einen besonderen Schmuck und es werden prächtige Altaraufbauten errichtet. In vielen älteren Kirchen ist deshalb an der Wand ein Hochaltar zu sehen.
Im Zuge der Liturgiereformen im 20. Jahrhundert wurde der Altar wieder verstärkt als Mittelpunkt der Eucharistiefeier in die Mitte der versammelten Gemeinde gestellt.
Besonders hervorzuheben ist die Symbolik des Altares: Die Tischform weist auf die Mahlgestalt der Eucharistie hin. Der Altar ist deshalb der „Tisch des Leibes“, zu dem theologisch der Ambo als der „Tisch des Wortes“ in Beziehung steht. Das verwendete Material Stein hebt den Aspekt des Opfers, d.h. der Hingabe Jesu Christi, hervor. Zugleich wird der Altar als Symbol für Christus schlechthin deutlich: Er ist nach dem Zeugnis des Neuen Testaments der Fels (1 Kor 10,4), der Eckstein (1 Petr 2,7f), der Schlussstein (Eph 2,20) und der lebendige Stein (1 Petr 2,4).

Ambo >
Der Ambo ist der Ort in der Kirche, an dem heute das Wort Gottes verkündet wird
Der Ambo ist der Ort in der Kirche, an dem heute das Wort Gottes verkündet wird. Er ist ein Lesepult, der auch der „Tisch des Wortes“ genannt wird, weil an ihm das Wort Gottes ähnlich wie eine Speise zur geistlichen Nahrung ausgeteilt wird. Seinen Namen hat der Ambo vom griechischen Wort „anabainein“, das „hinaufsteigen“ bedeutet. Es ist also von der Entstehung her ein etwas erhöhter Platz, von dem aus die gottesdienstlichen Lesungen vorgetragen werden.
Im Lauf der Geschichte hat es unterschiedliche Orte gegeben, von dem aus die biblischen Schriften verkündet wurden. Heute ist der Ambo für die Eucharistiefeier in einer Kirche verpflichtend vorgeschrieben (AEM 272) und als Ort des Wortgottesdienstes reserviert für die Lesungen, den Antwortpsalm, das Osterlob in der Osternacht sowie die Predigt und die Fürbitten. Aufgrund der großen Bedeutung, die das Wort Gottes hat, sollte der Ambo besonders gestaltet werden. Meist entspricht deshalb die künstlerische Gestaltung des Ambos der des Altars.

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Exerzitien > „Exerzitien“ – für nicht wenige ein Fremdwort. Für manche ein altbekanntes geistliches Angebot der Kirche. Für Argwöhnische katholische Esoterik. Für Ängstliche ein Crashkurs für Superfromme. Für Halbkundige ein spirituelles Qualitätsangebot für Elitechristen. Und für manche weckt das Wort vielleicht nur Erinnerungen an das Exerzieren auf dem Kasernenhof.
Exerzitien ist eine Abkürzung für „exercitia spiritualia“, d.h. geistliche Übungen. Was sind geistliche Übungen im Sinn eines kirchlichen Angebotes? – Exerzitien sind eine methodische spirituelle Hilfe, um in seinem Leben Gott tiefer zu finden und ihn „zur Welt zu bringen“. Sie sind ein existentielles Experiment des Glaubens, in dem ein Mensch sich bereitet, sich von Gott Gott schenken zu lassen (und auch dieses Bereiten noch einmal Geschenk, Gnade ist).

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Tabernakel > Verehrung des Leib Christi
Der Tabernakel ist der Ort, an dem das übrig gebliebene gewandelte Brot (Eucharistie) aufbewahrt und als Leib Christi verehrt wird. Seinen Namen hat der Tabernakel vom lateinischen Wort für Zelt. Ursprünglich bewahrten die Christen die Eucharistie in kleinen Kästchen in ihren Privatwohnungen auf, um sie während der Woche als geistliche Stärkung zu sich nehmen zu können, weil nur am Sonntag eine Eucharistiefeier begangen wurde. Später wurden solche Kästchen mit der Eucharistie in einem Nebenraum der Kirche deponiert. Vom 8. Jahrhundert an wurden diese auch auf den Altar selbst gestellt oder darüber aufgehängt. Seither finden sich auch spezielle Mauernischen oder Wandschränke, aus denen sich turmartige Sakramentshäuschen entwickelt haben.
Seit dem 13. Jahrhundert muss das Gehäuse, in dem die Eucharistie verwahrt wird, fest verschlossen sein. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich der Brauch, die Eucharistie in einem Gehäuse auf dem Altar aufzubewahren, was allerdings nur von 1917 bis 1957 verpflichtend vorgeschrieben war.
Die heutigen Regelungen empfehlen, die Eucharistie in einer vom Kirchenraum getrennten Kapelle aufzubewahren, die für das private Gebet der Gläubigen und für die Verehrung geeignet ist. Meist befindet sich der Tabernakel dennoch im Altarraum in Form einer Stele oder bei älteren Kirchen auf dem ehemaligen Hochaltar.

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Weihrauch > Das Aufsteigen der Rauchschwaden soll das Gebet an Gott verdeutlichen
„Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf ...“ Dieser Vers aus dem Psalm 141 versinnbildlicht, welche Funktion die Verwendung von Weihrauch in der Liturgie hat: Das Aufsteigen der Rauchschwaden soll unser Gebet an Gott verdeutlichen. Gleichzeitig ist Weihrauch auch Zeichen der Verehrung. Er wird zur Beräucherung von Vorsteher und Gemeinde, Altar, Eucharistie, Evangelium sowie von religiösen Gegenständen verwendet, um damit letztlich Gott zu ehren (Vgl. Grundordnung des Römischen Messbuchs 276f.). Hergestellt wird Weihrauch aus dem Harz des Weihrauchbaumes, der in bestimmten Regionen Afrikas, Arabiens und Indiens wächst.
Für die Liturgie wurde der Weihrauch aus dem römisch-byzantinischen Hofzeremoniell übernommen. Wie hohen Staatsbeamten wurde seit dem 4. Jahrhundert nun auch vor den einzelnen Bischöfen Weihrauch hergetragen und dadurch auch für den Gottesdienst benutzt. Auch praktische Gründe sprechen für den Gebrauch von Räucherwerk: Es dient zur Luftverbesserung und Desinfektion. Heute entdecken viele Menschen Weihrauch für sich Zuhause und als Arzneimittel.

Weihwasser > In der Liturgie spielt Wasser eine vielfältige Rolle
Wenn wir eine katholische Kirche betreten, steht in der Nähe des Portals ein Gefäß mit Weihwasser. Mit diesem Wasser bekreuzigen wir uns „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Die Verwendung hängt eng mit der Taufe zusammen und erinnert uns an sie. Es weist darauf hin, dass wir in der Taufe mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden sind (Kol 2,2). So ist besonders die Verwendung des Weihwassers ein Zeichen der Verbundenheit mit Christus und seines Segens.
In der Liturgie spielt Wasser von Anfang eine vielfältige Rolle: Diese geht von der Reinigung und von Waschungen bis hin zur zeichenhaften, symbolischen Verwendung bei der Taufe und bei Segnungen. Mit einer speziellen Segnung wird Wasser zu Weihwasser und wird als solches bei vielen Gottesdiensten benutzt. Die Verwendung von Weihwasser geht bis ins 4. Jahrhundert zurück, seit dem 8. Jahrhundert entwickelte sich eine sonntägliche Wasserweihe in der Kirche mit Besprengung der Gläubigen.

Quellen:
www.kathpedia.com
www.katholisch.de