Konzept Erstkommunion

Die Feier der Eucharistie ist der Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der sie alle Kraft schöpft. [1]

Die Zeichen von Brot und Wein und die Mahlgemeinschaft vermitteln eine einmalige Begegnung mit Jesus Christus und verdeutlichen gleichzeitig die Gemeinschaft der Menschen untereinander. Das Sakrament der Eucharistie vergegenwärtigt die Erinnerung an Jesu Tod und Auferstehung und hat damit auch Gedächtnischarakter.

Vor diesem theologischen Verständnishorizont, der letztendlich auch für uns Geheimnis ist, wird bewusst zur Mitfeier aller Festgottesdiensten bzw. Aktionen innerhalb des Kirchenjahres eingeladen.

Die Sakramentenspendung der Eucharistie ist die Vertiefung der Eingliederung in die Gemeinde. Die Eltern gestalten ihre in der Taufe bezeugte Begleitung ihres Kindes. Die jeweilige Ortsgemeinde bietet Hilfestellungen an und lädt zu den Gemeinde-veranstaltungen und Messfeiern ein.

 

Die Ziele der EK sind:

 

-       Jesus kennenzulernen als einen Freund, der immer bei mir ist

-       Jesus erleben in der Gemeinschaft des Brotbrechens

 

Das Konzept greift diese Ziele auf und wird durch fünf Säulen getragen:

 

1. Säule:

Vorbereitung in der Familie / durch Eltern/Paten/Großeltern: Hier machen Kinder ihre ersten Glaubenserfahrungen. So ist die Familie die Basis für die religiöse Entwicklung der Kinder. Unterstützt durch den Religionsunterricht und die Schulgottesdienste wird diese Glaubensbasis vertieft.

 

2.Säule:

Kleingruppenstunden, die von Katecheten/innen, durchgeführt werden. Diese Frauen und Männer werden ebenfalls in zwei Großgruppen inhaltlich durch die Seelsorgerin und die ehrenamtlichen Hauptkatechetinnen vorbereitet und mit entsprechendem Material und Zielvorgaben versorgt. Es gibt zu jedem Themenblock ausgearbeitete Stundenabläufe, die eine kindgerechte Umsetzung ermöglichen. 

 

3. Säule:

Thematische Weggottesdienste, die jeweils für die Kommunionkinder in den Kirchen vor Ort gefeiert werden. (St. Helena, St. Marien, St. Notburga/St. Konrad, St. Peter und St. Remigius). Durch die Feier in der jeweiligen Gemeindekirche kommen die Kommunionkinder als Großgruppe zusammen.

In den  Weggottesdiensten werden die Kinder in der jeweiligen Gemeindekirche katechetisch durch die Seelsorgerin an fünf Hauptthemen herangeführt. Sie lauten: Weihnachten/Sternsinger, Jesus Christus, Versöhnung, Eucharistie, heilige Woche.

 

Die Aufnahme der Weggottesdienste in die Vorbereitungszeit ermöglicht einen spirituellen Raum für Kinder, der durch die gemeinsamen Treffen mit der Großgruppe der Kommunionkinder einer Gemeinde auch eine gleichgeartete Inhaltsweitergabe ermöglicht.

Durch diese Form der Gottesdienste ist eine katechetische und liturgische Schulung für die Kinder wie auch für die begleitenden Familien möglich.

Der Kirchenraum wird bewusst in den Ablauf der Gottesdienste eingebunden und liturgische Antworten werden eingeübt.

 

4. Säule:

Gemeindemessfeiern: Hier wird in der Messfeier das Erleben von Gemeinde und Liturgie erfahrbar nicht nur für das Kommunionkind sondern auch für die Familie/Elternteil.

Über die Familienmessfeiern soll eine Glaubensbegleitung für die ganze Familien ermöglicht werden.

 

5. Säule: Aktionstage

Die Aktionstage greifen den jeweiligen Themenblock bzw. berücksichtigen die Festtage des Kirchenjahres.

Der erste Aktionstag stellt die Kirchenführung dar. So lernen die Kinder direkt zu Beginn den Gottesdienstraum kennen und haben die Möglichkeit erste Zugänge und Verhaltensweisen zu bekommen.

Zweiter Aktionstag ist die Sternsingeraktion der jeweiligen Gemeinden. Diese Aktion bietet einen guten Zugang zum Gemeindeleben und zum caritativen, christlichen Handeln.

Dritter Aktionstag ist die Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung als ein Versöhnungsfest platziert an einem Freitagnachmittag oder Samstagvormittag. Die Vorbereitung erfolgt durch einen katechetischen Gottesdienst, der von den Sakramentenspender gehalten wird und bietet den Kindern neben interaktiven Zugängen auch die kreative Möglichkeit zur Annäherung an Gott, der jeden Neuanfang möglich macht.

 

Die Eltern werden an Elternabenden über die Inhalte der  Sakramentenvorbereitung informiert und erhalten eine Terminübersicht. Außerdem wird bei der Anmeldung ein Kostenbeitrag von 25,-€ eingesammelt zur Deckung der Kosten für Porto, Kopien, diverse Materialien für die Weggottesdienste, Aktionstage und Gruppenstunden.



[1]     aus: 2. Vat. Liturgiekonstitution, Nr. 19